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Todesstrafe gegen Minderjährige
Die Anwendung der Todesstrafe bei Verbrechen, die von Personen begangen wurden, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, ist nach dem Völkerrecht verboten, aber einige Staaten richten immer noch minderjährige Straftäter hin. Gemessen an der Gesamtzahl aller Exekutionen weltweit, handelt es sich hierbei nur um wenige Hinrichtungen. Ihre Bedeutsamkeit liegt nicht allein in ihrer Anzahl, sondern ist vor allem darin begründet, dass  Staaten eingegangene rechtliche Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechte missachten.

Seit 1990 hat Amnesty International Informationen über 82 Hinrichtungen von minderjährigen Straftätern in neun Ländern erhalten: China, Iran, Jemen, Demokratische Republik Kongo, Nigeria, Pakistan, Saudi-Arabien, Sudan und USA.

Mehrere dieser Länder haben ihre Gesetze geändert, um solche Vorkommnisse auszuschließen. Die USA und Iran haben jeweils mehr minderjährige Straftäter hingerichtet, als die anderen sieben Staaten zusammen und Iran hat inzwischen die Zahl der 19 seit 1990 in den USA exekutierten minderjährigen Straftäter erheblich übertroffen.

Jahr Verzeichnete Hinrichtungen von Minder- jährigen
Verzeichnete Hinrichtungen weltweit Länder, die Minderjährige hingerichtet haben (Anzahl)

1990

2

2.029

Iran (1), USA (1)

1991

0

2.086

1992

6

1.708

Iran (3), Pakistan (1),
Saudi-Arabien (1), USA (1)

1993

5

1.831

USA (4), Jemen (1)

1994

0

2.331

 

1995

0

3.276

 

1996

0

4.272

 

1997

2

2.607

Nigeria (1), Pakistan (1)

1998

3

2.258

USA (3)

1999

2

1.813

Iran (1), USA (1)

2000

6

1.457

Kongo (Demokr. Republik) (1), Iran (1), USA (4)

2001

3

3.048

Iran (1), Pakistan (1), USA (1)

2002

3

1.526

USA (3)

2003

2

1.146

China (1), USA (1)

2004

3.797

China (1), Iran (4)

2005

10

2.148

Iran (8), Sudan (2)

2006

5

1.591

Iran (4), Pakistan (1)

2007

13 

1.252

Iran (10), Jemen (1), Saudi-Arabien (2)

 2008

 8 

2.390 

Iran (8)

2009

tba.

Iran (5), Saudi-Arabien (2)
                                                                                     
 
Quelle Text: amnesty international  http://www.amnesty.de
 
 
 
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